Wenn die Brise vom Hafen her durch die Speicherstadt weht und der Michel über die Landungsbrücken wacht, weißt du: Hier bist du richtig. Diese Stadt ist nicht einfach nur ein Wohnort, sie ist ein Lebensgefühl zwischen hanseatischer Eleganz und rauer Seefahrer-Romantik. Wer hierher zieht, tauscht meist Hektik gegen eine gewisse norddeutsche Gelassenheit, auch wenn der Wohnungsmarkt alles andere als entspannt ist. Hamburg, das Tor zur Welt, lockt jährlich Tausende an, die ihr Glück zwischen Alster und Elbe suchen.
Ein Blick auf die nackten Zahlen zeigt, warum die Hansestadt so begehrt, aber auch teuer ist. Aktuell verzeichnet die Metropole rund 1.862.565 Einwohner. Besonders spannend für alle Umzugswilligen ist der Wanderungssaldo: Mit 95.603 Zuzügen gegenüber 83.138 Wegzügen wächst die Stadt kontinuierlich. Das ist ein klares Zeichen für eine extrem hohe Lebensqualität und wirtschaftliche Zugkraft, bedeutet für dich aber im Klartext: Die Konkurrenz bei der Wohnungssuche ist riesig und die Mietpreise kennen eigentlich nur eine Richtung – nach oben.
Analytisch betrachtet muss man auch die Verschuldung im Auge behalten. Die Gesamtschulden belaufen sich auf beachtliche 33.220.000.000,00 €, was rechnerisch eine Pro-Kopf-Verschuldung von 17.835,62 € ergibt. Für dich als neuen Bürger heißt das: Die Stadt muss zwar sparen, investiert aber gleichzeitig massiv in Großprojekte wie die neue U5 oder den Ausbau der Radwege nach dem B+Ride-Konzept [hamburg.de]. Das sorgt langfristig für eine moderne Infrastruktur, könnte aber in Zukunft auch zu steigenden kommunalen Gebühren führen.
Wer in einem belebten Viertel wie Altona sein neues Domizil aufschlägt, sollte sich frühzeitig um eine Halteverbotszone kümmern. Die Parkplatzsituation in den verwinkelten Straßen rund um den Bahnhof oder in Ottensen ist legendär schwierig – ohne reservierten Platz vor der Haustür landet dein Umzugswagen im absoluten Chaos. Ziehst du eher in den Osten, beispielsweise nach Wandsbek, profitierst du oft von einer besseren Erreichbarkeit über die B75 oder die Horner Rennbahn, musst aber im Berufsverkehr mit Geduld planen.
Ein echter Geheimtipp für den Umzugstag: Achte in den Elbvororten oder in Hanglagen auf die teils sehr steilen Zufahrten. Nichts ist ärgerlicher, als wenn die Hebebühne des Lkw aufgrund der Neigung nicht sicher aufgesetzt werden kann. Prüfe vorher auch, ob Brücken (davon gibt es hier ja mehr als in Venedig!) eventuelle Höhenbeschränkungen haben, bevor du die Route für den 7,5-Tonner festlegst.
Die Lebenshaltungskosten in einer wachsenden Weltstadt sind nicht zu unterschätzen. Um die teils hohen Mieten und lokalen Gebühren abzufedern, solltest du bei den Nebenkosten konsequent den Rotstift ansetzen. Denke daran, lokale Kostensteigerungen direkt nach dem Einzug durch einen Strom- und DSL-Vergleich auf sackkarre.net aufzufangen. So bleibt am Ende des Monats mehr Budget für ein Fischbrötchen oder einen Segeltörn auf der Außenalster übrig.